Mit welchen Methoden arbeite ich als Paartherapeutin?

Als Familiensoziologin und Systemische Beraterin verbindet mein Ansatz den Blick auf das große Ganze mit dem Fokus auf das Individuum. Meine Werkzeuge stammen vorwiegend aus der systemischen Praxis: Ich helfe dabei, den Blickwinkel zu ändern und neue Handlungsspielräume in sozialen Gefüge zu finden.

Inspiriert von den Love Lab Studien Gottmans und der psychologischen Tiefe meines Vorbilds Esther Perel, begleite ich dabei, Unausgesprochenes ans Licht zu bringen und die Balance zwischen Verbundenheit und Autonomie neu auszubalancieren.

Meine M&Ms aka Methodischen Mantras

  • Das Mysterium wiederbeleben: Wir hören auf, den Partner als selbstverständlich zu sehen. Warum nicht die Fremdheit im Vertrauten neu entdecken? - denn dort liegt die Leidenschaft.

  • Der inneren Stimme Gehör verschaffen: Die größten Hürden sind meist nicht der Umzug oder die Finanzen, sondern das, was diese Situationen im Inneren auslösen. Ich helfe dir, eine Sprache für diese Gefühle zu finden.

  • Beziehung neu erfinden: Ob monogam oder der Wunsch nach offener Beziehung – wir gestalten den Raum so, dass er zu Euch passt (& nicht zu den Erwartungen anderer!).

  • Mit Leichtigkeit und Humor: Ja, Therapie darf auch gelacht werden. Humor ist oft die beste Brücke über die tiefsten Abgründe!

Die systemische Therapie betrachtet den Menschen nicht isoliert, sondern als Teil eines komplexen Beziehungsgeflechts – wie zum Beispiel einer Familie oder eines Teams. Anstatt das Problem bei einer einzelnen Person zu suchen, rückt sie die Wechselwirkungen und Kommunikationsmuster innerhalb des gesamten Systems in den Fokus. Ziel ist es, festgefahrene Dynamiken zu erkennen und durch neue Perspektiven nachhaltige Veränderungen für alle Beteiligten anzustoßen.

Was ist die Systemische Therapie?

Systemaufstellung (oder Familienbrett): Mit Hilfe von Figuren auf einem Holzbrett oder Stellvertretern im Raum werden die Beziehungen der Familienmitglieder zueinander räumlich dargestellt. So lässt sich auf einen Blick erkennen, wer wem nahesteht, wer ausgeschlossen ist oder wo Spannungen bestehen, die allein durch Worte schwer greifbar wären.

Zirkuläres Fragen: Hierbei frage ich nicht direkt nach deinem Befinden, sondern zum Beispiel: „Was glaubst du, was dein Partner denkt, wenn du mauerst?“ Diese Technik hilft dabei, die Perspektive zu wechseln, Mitgefühl für andere Positionen zu entwickeln und das eigene Verhalten durch die Augen der anderen zu sehen.

Weitere Methoden: Genogramm-Arbeit, Die Wunderfrage, Symbolkarten, Reframing, Die Heldenreise,…

Methoden:

Warum ist der Systemische Ansatz so beliebt in der Paarberatung?

Der systemische Ansatz ist in der Paarberatung so erfolgreich, weil er den Fokus weg von der individuellen Schuldfrage hin zu den gemeinsamen Mustern lenkt:

Anstatt einen Partner als „das Problem“ zu markieren, wird die Beziehung als ein dynamisches System verstanden, in dem sich Verhalten und Reaktionen zirkulär beeinflussen.

Dieser Perspektivwechsel nimmt den Druck von den Einzelnen, aktiviert Ressourcen und ermöglicht es Paaren, den Tanz ihre Interaktionen aktiv neu zu gestalten, anstatt in festen Rollen zu verharren.

Esther Perel

…blickt vor allem auf das Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Freiheit und erforscht, wie Paare trotz langjähriger Vertrautheit die erotische Anziehung aufrechterhalten können. Ihr Ansatz ist stark narrativ und soziologisch geprägt; sie hinterfragt moderne Mythen über Liebe und Monogamie.

Perspektivwechsel durch „Das dritte Narrativ“: Perel hilft Paaren, die Geschichte ihrer Krise (z. B. nach einer Affäre) neu zu schreiben – weg von Opfer und Täter, hin zu einer komplexen Erzählung über Sehnsüchte und Verluste.

Die Paradoxie von Nähe und Distanz: Eine konkrete Methode ist die Arbeit an der Autonomie; Paare lernen, dass „Feuer Luft braucht“ und wie man durch bewusste Distanz wieder Neugier und Begehren für den Partner weckt.

John & Julie Gottmans Konzept

Die Gottmans Methode basiert auf jahrzehntelanger Beobachtung und konzentriert sich darauf, destruktive Kommunikationsmuster durch messbare, freundschaftliche Interaktionen zu ersetzen. Sein Ziel ist der Aufbau eines „beziehungssicheren Hauses“, das auf tiefer Kenntnis des Partners und positiver Zuwendung fundiert.

Die 4 apokalyptischen Reiter erkennen: In der Beratung identifiziert man die vier größten Beziehungs-Killer (Kritik, Rechtfertigung, Verachtung und Mauern), um sie gezielt durch konstruktive Gegenmittel zu ersetzen.

Die Love Map (Landkarte der Liebe): Hierbei geht es darum, das Detailwissen über die innere Welt des Partners (Träume, Ängste, aktuelle Sorgen) ständig zu aktualisieren, um die emotionale Verbindung zu stärken.

Aren’t we all lovers ?